„Abbau statt Aufwind – die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt wird von der konjunkturellen Flaute spürbar ausgebremst. Mit knapp 330.000 Arbeitslosen haben wir den höchsten Wert in einem März seit 2010. Daneben verstetigt sich der seit Herbst stattfindende Beschäftigungsrückgang. Auch wenn sich die negative Entwicklung am bayerischen Arbeitsmarkt verlangsamt, kann man noch nicht von einem Richtungswechsel sprechen.
Einmal arbeitslos bleibt es derzeit schwierig, eine neue Arbeit zu finden“, fasst Dr. Markus Schmitz, Chef der Bundesagentur für Arbeit in Bayern, die Situation am bayerischen Arbeitsmarkt im März 2026 zusammen. Im März hat die Arbeitslosigkeit in Bayern im Vergleich zum Vorjahr zugenommen: Insgesamt sind 329.303 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 9.826 Personen oder 3,1 Prozent mehr als im März 2025. Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent gestiegen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Bayern liegt bei 5,93 Mio., im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Minus von 13.000 (-0,2 Prozent) Beschäftigten. Mehr als die Hälfte der Langzeitarbeitslosen sind Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Auch ältere Personen über 55 Jahre sind häufiger von Langzeitarbeitslosigkeit bedroht. Ihr Anteil beläuft sich auf über 40 Prozent.