Mit ihren innovativen Geschäftsideen kombiniert mit unternehmerischem Know-how haben die Schülerteams aus Bayern die Jury beim süddeutschen Landesfinale des Bundeswettbewerbs „Jugend gründet” auf ganzer Linie überzeugt und Spitzenergebnisse erzielt.
Kohlenstoffdioxid direkt aus der Luft entziehen und mithilfe von Mikroalgen in nutzbaren Flüssigdünger umwandeln – mit diesem geschlossenen Kreislauf wollen Isabella Meerpohl, Benedikt Kammergruber und Felicia Kloss aus München Emissionen senken, Kosten reduzieren und Ressourcen nachhaltig nutzen.
Für seine zukunftsweisende Idee wurde das Trio beim Pitch Event von „Jugend gründet“ mit dem ersten Platz belohnt. Auf der Pitch-Bühne legte das Team einen absolut bühnenreifen Auftritt hin und überzeugte mit seiner Präsentation die hochkarätige Expertenjury auf der ganzen Linie.
Das Fazit der Expertenrunde: Das Dreierteam habe eine kongeniale, nachhaltige und disruptive Lösung für dezentralen Klimaschutz entwickelt. Darüber hinaus überzeugte das Trio mit einem starken Teamzusammenspiel inklusive professioneller Rollenaufteilung – und das bei schulübergreifender Zusammenarbeit.
Isabella Meerpohl und Felicia Kloss besuchen das Erzbischöfliche Maria-Ward-Gymnasium, Benedikt Kammergruber das Ludwigsgymnasium. Die drei nehmen ohne Betreuung durch eine Lehrkraft am Wettbewerb teil.
Einen starken dritten Platz sicherte sich Michael Drost vom Feodor-Lynen-Gymnasium in Planegg mit seiner Idee „Esculentus“. Das Verfahren soll Mikroplastik von Obst, Gemüse oder Getreide entfernen – den größten Quellen der täglichen Mikroplastikaufnahme. Natürliche Polysaccharide binden Partikel durch Ausflockung ohne dabei Geschmack und Qualität des Waschguts zu verändern.
Die Jury lobte den beeindruckenden Soloauftritt des Schülers, der ohne Lehrkraft am Wettbewerb teilnahm. Seine Idee greife ein Zukunftsthema auf, für das bereits ein ausgeprägtes Problembewusstsein in der Gesellschaft bestünde – beste Voraussetzungen mit Blick auf das Marktpotenzial.
Ein Team hat sich sogar eines der begehrten Tickets für das Bundesfinale im Juni in Stuttgart gesichert. Kultusministerin Anna Stolz freute sich sehr über die tollen bayerischen Ergebnisse und gratulierte den Gewinnerteams: „Was unsere Schülerinnen und Schüler beim Landesfinale von ,Jugend gründet' entwickelt und präsentiert haben, war Gründergeist in Bestform. Ihre Geschäftsideen sprudelten nur so vor Inspiration, Kreativität und Dynamik. Damit packen sie die Herausforderungen von heute und morgen entschlossen an und motivieren auch andere zum Mitmachen. Für das bevorstehende Bundesfinale drücke ich ihnen ganz fest die Daumen. Mein großer Dank geht an alle engagierten Lehrkräfte, die unsere jungen Unternehmertalente dazu ermutigen, ihre Ideen zu verfolgen und weiter in die Welt zu tragen.”
Auch Ministerialdirigentin Dr. Andrea Niedzela-Schmutte, die stellvertretend für das Kultusministerium bei der Preisverleihung vor Ort war, fand lobende Worte für die Gewinnerinnen und Gewinner: „Ich bin begeistert von den Konzepten und Visionen, die unsere Schülerinnen und Schüler beim Pitch-Event in München präsentiert haben. Zu sehen, wie die nächste Unternehmergeneration in Bayern ihre Ideen jetzt schon so kreativ und engagiert mit Leben füllt, ist einfach nur großartig. Die Zukunft ist hier bereits spürbar. Besonders freut es mich, dass drei Schülerteams aus Bayern auf dem Siegertreppchen gelandet sind. Die Erstplatzierten dürfen ihr Können nun sogar auf Bundesebene zeigen.”
„Wer gründet, kann eigene Ideen entwickeln, Visionen Realität werden lassen und mit neuen Lösungen eine bessere Zukunft für sich und andere gestalten“– unter diesem Motto bietet der Wettbewerb „Jugend gründet“ Schülerinnen und Schülern jedes Jahr die Chance, eine Unternehmensgründung realistisch und konkret durchzuspielen. Für betreuende Lehrkräfte gibt es Fortbildungsangebote. Teilnahmeberechtigt sind Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende an allgemeinbildenden oder beruflichen deutschen (Auslands-)Schulen. Die Teilnahme kann als Einzelperson oder in Teams mit bis zu fünf Personen erfolgen.
Der Bundeswettbewerb „Jugend gründet“ bietet Schülerinnen und Schülern aller Schularten sowie Auszubildenden seit 24 Jahren die Gelegenheit, unternehmerisches Denken und Handeln praxisnah umzusetzen. Dabei schlüpfen die Teilnehmenden in die Rolle von Gründerinnen und Gründern und entwickeln risikolos online ein virtuelles Start-up, das sie von der ersten Geschäftsidee über die Gründung bis hin zum unternehmerischen Alltag leiten und koordinieren.
Weitere Infos gibt es unter www.jugend-gruendet.de.