Veröffentlicht am 27.07.2026 13:49

Neun von zehn sind zufrieden

Neun von zehn Auszubildenden in Deutschland sind mit ihrer Ausbildung insgesamt zufrieden. Fast ebenso viele – 87 Prozent – würden sich noch einmal für ihren derzeitigen Ausbildungsberuf entscheiden. Das zeigt die neue repräsentative Studie „Ausbildungsperspektiven 2026“ der Bertelsmann Stiftung. Die befragten Auszubildenden bewerten nicht nur ihre Ausbildung insgesamt positiv, sondern auch Aspekte ihres Ausbildungsalltags: 86 Prozent erleben die Atmosphäre in ihrem Team häufig oder fast immer als gut. 85 Prozent geben an, regelmäßig Neues zu lernen, 83 Prozent empfinden ihre Aufgaben als sinnvoll. 79 Prozent haben häufig oder fast immer Spaß bei der Arbeit und beim Lernen.

Tragfähige Grundlage in unsicheren Zeiten

„Die Berufsausbildung bekommt von den Auszubildenden ein sehr gutes Zeugnis. Das ist eine erfreuliche Nachricht für die jungen Menschen und für die Betriebe. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten bietet eine gute Ausbildung eine tragfähige Grundlage für den weiteren Berufsweg“, sagt Fabian Schaffer, Experte der Bertelsmann Stiftung für berufliche Bildung.
Für die befragten Schüler:innen ist die Ausbildung die beliebteste Option für die Zeit nach der Schule: Rund ein Drittel von ihnen möchte auf jeden Fall direkt nach dem Abschluss eine Ausbildung beginnen, weitere 44 Prozent können sich diesen Weg vorstellen. Rund 47 Prozent können sich zudem mittelfristig vorstellen, sich selbstständig zu machen bzw. ein Unternehmen zu gründen.

Orientierung muss einfacher werden

Verbesserungsbedarf besteht bei der beruflichen Orientierung: Zwar gibt es aus Sicht der meisten Befragten genügend Informationen, mehr als die Hälfte findet sich darin jedoch nur schwer zurecht. Besonders häufig gilt das für Schüler:innen mit hoher Schulbildung. Insgesamt sollten junge Menschen daher früher und individueller – auch außerhalb von Schulen – zur Berufswahl beraten werden, empfiehlt Schaffer. Dafür wäre es wichtig, regionale Netzwerke zwischen Schulen, Betrieben, Arbeitsagenturen und Jugendberufsagenturen verbindlicher zu organisieren und zu fördern. Auch die Eltern können helfen: Für 91 Prozent der befragten Schüler:innen spielen sie bei der Suche nach dem passenden Beruf eine sehr oder eher wichtige Rolle.

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